Hong Kong Diaries: The Small Things in Life

Diesen Beitrag widme ich den kleinen Dingen in meinem Hongkong-Alltag, die nicht auf Anhieb auffallen. Das wird vielen ironisch erscheinen, weil ich mit ein Meter fünfundsechzig selbst nicht der Größte bin. Los geht’s.

Regentropfen aus dem Nichts
Wenn es seit Tagen nicht geregnet hat und man bekommt auf der Straße einen Tropfen ab, heißt das – jedenfalls im Sommer – nicht, dass ein plötzlicher Sturm hereinbricht, sondern dass man wahrscheinlich nah am Straßenrand läuft, wo die weit verbreiten Arkaden bzw. überstehenden oberen Stockwerke der Gebäude aufhören und das Abwasser der Klimaanlagen auf die Straße tropfen kann.

Ich hatte vor ein paar Tagen das Glück in der winzigen Wohnung eines wildfremden Menschen gewesen zu sein, mit Fenstern in einen gleichermaßen kleinen Innenhof mit drei anderen Hauswänden, jeweils 10-20 Stockwerke hoch. An jedem Fenster eine Klimaanlage, mal vier, mal Anzahl der Stockwerke, und es klingt zum Verwechseln nach Regen.
Vögel sind in der Stadt eher selten anzutreffen, außer man hängt grad in einer Parkanlage rum. Vor solchen Tropfen braucht man meistens keine Angst zu haben.

Stufen
Die Stufen hier sind kleiner als in Deutschland, außer in älteren Gebäuden, wie dem Main Building der HKU. Das fällt nach einigen Momenten “Fuck, die nächste Stufe habe ich intuitiv früher/später (je nach Richtung, halt) erwartet und fliege jetzt deshalb sicherlich auf die Fresse” auf. Sicherlich eine Frage der Gewohnheit, aber bis dahin schaue ich beim Treppensteigen stets auf die Stufen.

Heißer Tag, kühle Dose
Spätestens seit Einführung des Dosenpfands (das Wort kennt WP7-Autocorrect nicht!) kommt man in Deutschland nicht wirklich in den Genuss sich an einem heißen Tag eine kalte Dose Coke (oder Bier, Hauptsache mit Kohlensäure) ins Gesicht zu halten. Pro tip: Für ein akustisches Schmanker’l ans Ohr halten.

(Fußgänger-) Ampeln
Zu denen gibt es drei Dinge zu sagen: In Hongkong wird, wie im ehemaligen Mutterland, links gefahren. Das grüne Ampelmännchen läuft in die andere Richtung.
Die andere Sache ist das akustische Signal. Im Gegensatz zu Deutschland, wo das von Stadt zu Stadt, meistens sogar von Kreuzung zu Kreuzung, unterschiedlich ist, hat hier jede Fußgängerampel ein akustisches Signal. Winzige Auffälligkeit: Anders als bei uns, setzt es nicht gleichzeitig mit dem optischen Signal ein, sondern einen Tick später.
Und zu guter Letzt die Bedienung. Die meisten Ampeln funktionieren automatisch. Die, die es nicht tun, haben diesen, auch bei uns üblichen, berührungsempfindlichen gelben Klotz. (Wobei der im Bild natürlich einer ist, der automatisch anspringt…)

Wer will, kann sich noch ein paar neue Fotos anschauen:

Hongkong 2011: The Outskirts of HKU

Hongkong 2011: I’m On a Boat (Star Ferry Ride)

Hongkong 2011: Lazy Sunday Afternoon (oder war’s Samstag?)

2 comments to Hong Kong Diaries: The Small Things in Life

  • Scruffy87

    Der gelbe Klotz funktioniert nicht wie meistens angenommen auf Berührung oder automatisch. Der Knopf liegt an der Unterseite.Aber vorsichtig habe auch schon mal in ein Kaugummi gefasst.

    LG

    • Da steht nicht umsonst in Klammern “(Wobei der im Bild natürlich einer ist, der automatisch anspringt…)”. Die berührungsempfindlichen sind nicht komplett gelb, sondern haben einen transparent-dunklen Teil dran, der bei Berührung von ner LED beleuchtet wird.
      Dass unten dran ein Knopf ist, weiß ich. Den gibts auch bei den Berührungsempfindlichen. Manche behaupten, er sei für Blinde, damit die Ampel ein akustisches Signal ausgibt. Aber irgendwie piepen die entweder ganz, oder gar nicht.

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