Atlas zur deutschen Alltagssprache

Der Atlas zur deutschen Alltagssprache ist ein wahnsinnig interessantes Forschungsprojekt der Germanistik-Professoren Prof. Dr. Stephan Elspaß (Uni Augsburg) und Prof. Dr. Robert. Möller (Université de Liège). Ziel ist es, die Verbreitung von regionalen Varianten des deutschen Wortschatzes, grammatikalische und phonologische Unterschiede auf einer Karte des deutschsprachigen Raums darzustellen. Derzeit befindet sich das Projekt in Phase 8, bei der man auch selbst mitmachen kann, online per Fragebogen.

Oben ist übrigens eins meiner Favorites, weil das hier in meinem Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder für Gesprächsstoff sorgt: Für mich als Süddeutschen heißen die Dinger Krapfen, die Sachsen nennen sie Pfannkuchen, was für mich wiederum das ist, was hier Eierkuchen oder Plinse sind (je nach dem, wie tief im Osten man ist). Von norddeutschen Kommilitonen will ich erst garnicht reden.

Ich bin dann mal 1-2 Stunden beschäftigt, das bisher veröffentlichte Material ist nämlich schon sehr umfangreich.

In vielen deutschsprachigen Gebieten, vor allem in Norddeutschland, werden die traditionellen Dialekte nur noch von älteren Sprecherinnen und Sprechern verwendet, in anderen Regionen, z. B. dem Ruhrgebiet, sind sie fast vollständig aus dem Sprachgebrauch verschwunden. Regionale Unterschiede haben sich aber bis in die Standardsprache, das “Hochdeutsche”, erhalten. Das betrifft lautliche Merkmale, besonders aber den Wortschatz. So sind im Hochdeutschen sowohl das eher im Nord(ost)en gebrauchte Sonnabend wie auch das eher in der Mitte und im Süden bevorzugte Samstag zugelassen.

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